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28.11.2023 14:33 Uhr

Basketballer/innen der Pestalozzi-Schule Rastatt und der neu gegründeten Special Olympics Abteilung der Pioneers Rastatt erfolgreich in Nürnberg

Gemeinsam mit dem Bayerischen Basketballverband (BBV), lud der ej-sport in der Evangelischen Jugend in Bayern zu einem inklusiven Basketballturnier ein.

21 Mannschaften aus Süddeutschland waren angereist. Aus Rastatt machten sich gleich drei Mannschaften mit Athlet/innen (Sportler mit geistiger Behinderung) der Pestalozzi-Schule Rastatt und von Special Olympics Pioneers mit 2 Unified-Partnern (Sportler ohne geistige Behinderung) auf den Weg nach Nürnberg. Insgesamt waren es 20 Sportlerinnen und Sportler zwischen 10 und 27 Jahren, die von Lehrer/innen der Pestalozzi-Schule und dem Coach der Special Olympics Pioneers Olaf Scholthyssek-Rippl trainiert werden.

 

Lehrerin Tanja Kowar, die gemeinsam mit Auli Weber, Jan Saathoff und Olaf Scholthyssek-Rippl die drei Mannschaften in Nürnberg betreute, hat schon im Jahr 2008 gemeinsam mit Kolleg*innen die Basketball-AG aufgebaut: „Wir fahren nun schon zum zwölften Mal nach Nürnberg“. Bereits um halb 4:45 Uhr traf sich die Delegation aus Rastatt auf dem P+R Parkplatz Rauental. In Nürnberg angekommen, musste es wie immer schnell gehen: Die schuleigenen Trikots überstreifen, auf einem der vier Spielfelder aufwärmen und einwerfen und schon standen die ersten Spiele an.

Auch wenn die Teams aus Rastatt noch nie in dieser Zusammensetzung gespielt haben, dauerte es nicht lange und die ersten Bälle landeten im gegnerischen Korb. Die Sportlerinnen und Sportler hatten manchmal kaum Zeit sich zu erholen, so schnell folgten Spiel auf Spiel in den Leistungsgruppen eins bis vier. Am Ende des Tages gab es viele strahlende Gesichter: Das Team Rastatt Allstars erkämpfte sich in 3 spannenden Finalspielen den 2. Platz und das Unified-Team Pestalozzi-Pirates den 4. Platz in der Leistungsgruppe zwei. Mit stolzen Gesichtern nahmen auch die Spieler*innen vom Team Rastatt-Pioneers ihre Medaillen für den 4. Platz in der Leistungsgruppe 4 entgegen. Die Athletinnen und Athleten sowie die Unified-Partner, von denen einige zum ersten Mal und einige nach langer Pause endlich wieder dabei waren strahlten um die Wette - mit einem solchen Erfolg hatten sie nicht gerechnet. "Das ist meine erste Medaille" und "ich will wieder auf ein Basketball-Turnier", waren nur zwei von vielen Aussagen der glücklichen Sportler*innen nach der Siegerehrung. Die mitgereisten Eltern verfolgten voller Stolz alle Ereignisse dieses aufregenden Tages: "Ich hätte nicht gedacht, dass mein Kind zu so einer Leistung fähig ist".

Gespielt wurde in Nürnberg, wie bei den Special Olympics Turnieren, nach dem sogenannten Schweizer System. Alle Mannschaftsbegegnungen werden per Zufallsprinzip ausgelost. Nach den ersten Spielrunden kristallisiert sich dann die Leistungsstärke der einzelnen Mannschaften heraus. Danach wird leistungsbezogen sortiert, damit gegen ähnlich starke Mannschaften gespielt werden kann. Die Schiedsrichter, allesamt erfahrene Unparteiische, beurteilen blitzschnell die persönlichen Möglichkeiten einzelner Athleten und legen bestimmte Regeln bei entsprechender Einschränkung etwas großzügiger aus: Wenn beispielsweise ein Sportler auf Grund seiner Behinderung die im Basketball gültigen, hochkomplexen Schritt- und Zeitregeln nicht ganz exakt einhalten kann.

 

Ein Bericht über das neu gegründete Basketball-Team die Special Olympics Pioneers des TV-Rastatt-Rheinau folgt demnächst.

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