08.09.2022 15:46 Uhr

Bundesliga-Schiri bei Landesspielen: Sascha Stegemann zu Besuch in #Bonn2022

Mit großer Begeisterung nehmen die Fußballer der Special Olympics NRW Landesspiele 2022 in Bonn den Besuch von Bundesligaschiedsrichter Sascha Stegemann beim Turnier auf. Der Unparteiische, der zuletzt unter anderem das DFB-Pokalfinale in Berlin gepfiffen hat, wird von den Athleten regelrecht gefeiert.

Stegemann, der seit fünfundzwanzig Jahren als Schiedsrichter tätig ist, schildert, dass er in seiner Jugend auch schon einmal Spiele im Sportpark Nord geleitet habe. Doch nichts sei vergleichbar mit dem Special-Olympics-Turnier dieser Tage auf der Sportanlage: „Das ist eine megacoole Sache, ein großes Lob für Euch alle, macht weiter so“, ruft Stegemann unter dem Applaus der Athleten. Wichtiger als alles andere sei im Sport das Fair Play: „Man muss anerkennen, dass andere auch einmal einen besseren Tag haben als man selbst“, gibt er den Athleten mit auf den Weg.

Im Gespräch führt Stegemann aus, dass er zusammen mit drei Kollegen Schirmherr eines Inklusionsprojekts sei, und es stehe an, dass er auch einmal „ein solches Spiel pfeifen“ werde. Gefragt, ob es schwerer sei, ein Spiel in der Bundesliga oder bei den Special Olympics zu leiten, ergreift er Partei für den Inklusionssport: „Hier steht ein faires Spiel wirklich an erster Stelle, und daher ist es vielleicht doch einfacher, hier die Leitung zu haben“.

Fairness und Spaß stehen auch bei den teilnehmenden Teams an erster Stelle. Thomas Angst, Vorsitzender der BSG Ratingen, beschreibt sein Ziel deutlich: „Wir wollen ganz klar die Goldmedaille gewinnen. Das ist uns bei den Nationalen Spielen in Berlin auch gelungen, und da ist schon die Erwartung im Team, dass wir das wieder machen“. Aber falls das nicht klappe, sei das auch nicht schlimm: „Dann war ein anderer eben besser“. Es gebe auch einen gewissen Trainingsrückstand wegen der Pandemie. Doch inzwischen trainiere man wieder jeden Montag, und es seien „immer alle da und hochmotiviert“.

Fabian Fink, bei der BSG Ratingen mit der Rücknummer 9 am Start und als Stürmer gesetzt, fügt hinzu: „Es ist halt immer richtig cool, wenn man ein Tor macht. Auch der Regen jetzt gerade stört überhaupt nicht, das nehmen wir locker“. Ob es einen Angstgegner gibt bei diesem Turnier? „Och, mal sehen“, gibt er sich unerschrocken. Und auch sein Teamkollege Hagen Weißbrot ist bester Dinge: Die bevorstehenden Wettbewerbsspiele scheinen ihn nicht aus der Ruhe zu bringen, und er spricht viel lieber über seinen Lieblingsclub Bayer 04 Leverkusen. Nervosität lässt die BSG Ratingen also gar nicht erst aufkommen – eine gute Ausgangsposition für ein erfolgreiches Turnier!

Bericht: Gerorg Alfes - Presseteam SONRW

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